Gutachten zum Hessischen Qualitäts- bzw. Referenzrahmen bezüglich des Bereichs Schulmanagement
Der Hessische Referenzrahmen Schulqualität (HRS) ist ein Beispiel für die Reformbemühungen, die Qualitätssicherung und -entwicklung im Schulsystem nicht mehr ausschließlich über eine Inputsteuerung durch Gesetze, Regelungen, Verordnungen, Lehrpläne sowie Lehreraus- und -weiterbildung, sondern auch über Maßnahmen der Outputsteuerung zu regeln.
Die Expertise Stephan Hubers in Zusammenarbeit mit Bettina Gördel, Sigrid Hader-Popp und Nadine Schneider begutachtete den Qualitätsbereich III "Führung und Management" dieses Referenzrahmens. Dieser Qualitätsbereich soll "gutes" Schulleitungshandeln beschreiben. Die professionelle Leitung einer Schule und ihre Entwicklung zu einer lernenden und stärker eigenverantwortlichen Organisation basiert laut Referenzrahmen einerseits auf fundiertem Managementwissen und andererseits auf den Führungskompetenzen eines Schulleiters. Aufgabe der Schulleitung ist es, auf der Basis dieser Fertigkeiten und Fähigkeiten die Schule organisatorisch zu steuern, Menschen zu führen sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -entwicklung zu ergreifen bzw. anzustoßen. Diesen drei Aspekten der Anforderungen an Schulleitung tragen die drei Qualitätsdimensionen bzw. Ziele des Qualitätsbereiches III Rechnung:
1 Schulmanagement,
2 Pädagogisches Leadership als Leitungsprinzip der "lernenden Schule",
3 Pädagogische Weiterentwicklung der Schule.
Nach einer kurzen Beschreibung des Referenzrahmens selbst wird zunächst eine theoretisch-empirische Fundierung geleistet, indem aktuelle Beiträge der Schulleitungsforschung zusammengefasst werden. Zentrale Erkenntnisse werden vorgestellt und empirische Bezüge vorgenommen. Vor diesem Hintergrund wird der Qualitätsbereich III kommentiert, indem seine Dimensionen und Indikatoren zu Beiträgen der Forschung in Bezug gesetzt werden und daraus Einschätzungen abgeleitet werden.