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Bildungslandschaften Schweiz – Bildungsqualität durch Kooperation

Mit dem Programm „Bildungslandschaften Schweiz“, einer nationalen Förderinitiative der Jacobs Foundation, soll die innovative und systematische Zusammenarbeit von schulischen und ausserschulischen Akteuren gefördert werden, um Kindern und Jugendlichen gleichberechtigte Chancen auf eine umfassende Bildungsqualität über die Schule hinaus zu ermöglichen. Das Programm ist seit 2013 in drei Kantonen mit neun Projekten initiiert. Seit 2015 werden 13 weitere Projekte in bestehenden sowie weiteren Kantonen gefördert.

Wissenschaftlich erforscht und evaluiert wird das Programm durch das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie der pädagogischen Hochschule Zug. Das Forschungs- und Evaluationsprojekt soll aussagekräftige Ergebnisse über die Prozesse und Wirkungen von Bildungslandschaften liefern und damit dazu beitragen, die derzeitigen Forschungslücken zu schliessen und zur gegenwärtig stattfindenden bildungspolitischen und bildungspraktischen Diskussion über Bildungsnetzwerke und Kooperation im Bildungsbereich einen wichtigen Beitrag liefern.

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Forschungs- und Evaluationskonzeption

Hintergrund

Die zunehmende Komplexität unsere Gesellschaft erfordert eine umfassende Bildung, die den Kindern und Jugendlichen allein durch die schulischen Bildungsinstitutionen nicht vermittelt werden kann. Gleichzeitig werden Kinder und Jugendliche heute mehr ausserhalb der Familie betreut und gebildet als früher. Diese beiden Trends führten international zur Entwicklung, schulische und ausserschulische Bildungsakteure miteinander zu vernetzen und deren Zusammenarbeit zu fördern. In der Schweiz sind solche Bemühungen bisher erst sehr lokal und personengebunden zu beobachten, sodass noch nicht von Bildungslandschaften gesprochen werden kann, in denen die verschiedenen Bildungsakteure systematisch und auf einer institutionalisierten Basis zusammenarbeiten. Solche Bildungslandschaften zu schaffen ist das Ziel des Programms „Bildungslandschaften Schweiz“ der Jacobs Foundation.

Stand der Forschung

Der bisherige Stand der Forschung lässt den vorsichtigen Schluss zu, dass Zusammenarbeit sowohl auf die Akteure und deren Arbeit als auch für die Qualität der Bildungsangebote und somit auf den Lernzuwachs der Kinder und Jugendlichen positive Auswirkungen hat. Allerdings ist die Befundlage bislang eher gering. Die Jacobs Foundation gibt einen ersten Überblick. Deswegen soll das Programm nicht nur dem praktischen Aufbau und der Erprobung von Bildungslandschaften, sondern auch dem Gewinn wissenschaftlicher Erkenntnisse über notwendige Bedingungen für, Prozesse in und Wirkungen von Bildungslandschaften dienen.

Forschungsfragen

Von zentraler Bedeutung ist die Beantwortung der folgenden übergreifenden Forschungsfragen:

  • Welche Bedingungen führen zu funktional verbesserten Formen von Zusammenarbeit von Bildungsakteuren?
  • Wie verändern sich die Bildungsangebote?
  • Wie werden sie von Kindern und Jugendlichen genutzt?
  • Welche Wirkungen werden durch die Nutzung bei Kindern und Jugendlichen erzielt?

Design und Methodik

Diese Fragen werden auf der Grundlage des Angebots-Nutzungsmodell von Fend (1981, adaptiert von Helmke, 2006) bearbeitet. Es sollen Daten durch qualitative und quantitative Verfahren gewonnen werden. Neben Dokumentenanalysen und qualitativen Interviews sind jährliche quantitative Befragungen aller beteiligten Akteure, einschliesslich der Eltern sowie der Kinder und Jugendlichen geplant. Die Daten beider Zugänge sollen im Sinne eines Mixed-Methods-Ansatzes zueinander in Beziehung gesetzt werden. Die Verbindung von verschiedenen Methoden verspricht, aussagekräftige Ergebnisse über die Wirksamkeit von Bildungslandschaften zu liefern und damit einige der derzeitigen Forschungslücken zu schliessen.

Vorarbeiten

Das IBB führte eine Machbarkeitsstudie sowie eine Situationsanalyse durch. Hierfür wurden Fallstudien in den Kantonen Basel-Stadt, Bern, Zug, Zürich und Waadt erarbeitet.

Auftrag- und Drittmittelgeber

 

Präsentationen

Posterpräsentationen:

Bildungslandschaften I: Situationsanalyse und Machbarkeitsstudie in der Schweiz
Bildungslandschaften II: Überblick über internationale Projekte
Bildungslandschaften III: ein theoretisches Modell zum Projektmanagement sowie zur Evaluation und Forschung

Huber, S. G., Schwander, M., Maas, J., Tulowitzki, P (2016): Bildungsnetzwerke: Vergleichende egozentrierte Netzwerkanalysen. Poster auf dem 25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Kassel, Deutschland.

Huber, S. G. & Tulowitzki, P (2016): Bildungsnetzwerke, Bildungsregionen, Bildungslandschaften - Das Verfolgen von Bildungszielen durch die Entgrenzung institutioneller und systembedingter Teilräume für ein koordiniertes pädagogisches Handeln in Bildungsallianzen im regionalen Bildungsraum. Symposium auf dem 25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Kassel, Deutschland.

Huber, S., Tulowitzki, P., Bender, V., Kilic, S., Schwander, M. (2015): Die Evaluation von Bildungsnetzwerken im Längsschnitt - Methodische Konzeptionen und erste Ergebnisse. Einzelvortrag auf der 18. Jahrestagung der DeGEval: Evaluation und Wissensgesellschaft in Speyer, Deutschland.

Huber, S., Tulowitzki, P., Kilic, S., Bender, V., Schwander, M. (2015): Leadership In Networked Systems - Findings From The First Research Phase Of A Five-Year Study In Switzerland. Paper-Präsentation auf der European Conference on Educational Research (ECER) in Budapest, Ungarn.

Tulowitzki, P. (2015): Boon Or Bane - The Role Of Facilitators In The Development Of Collaborative Education Networks. Paper-Präsentation auf der European Conference on Educational Research (ECER) in Budapest, Ungarn.

Tulowitzki, P., Huber, S., Schwander, M., Maas, J., Kilic, S. (2015): The Development Of Networked Systems In Education In Switzerland. Kurzvortrag auf dem Bildungs- und Schulleitungssymposium 2015 in Zug.

Tulowitzki, P. & Huber, S. (2015): Qualitätsverbesserung oder Qualitätshürde? Zur Rolle von Prozessbegleitungen beim Aufbau von Bildungsnetzwerken. Vortrag auf dem SGBF Kongress 2015 in St. Gallen.

Huber, S., Tulowitzki, P., Bender, V., Schwander, M., Kilic, S. (2015): The Challenges Of Creating Regional Education Networks - Findings From Nine Regions In Switzerland. Paper-Präsentation auf dem 95. American Educational Research Association (AERA) Annual Meeting 2014 in Chicago, USA.

Huber, S., Tulowitzki, P., Bender, V., Schwander, M., Kilic, S. (2015): Kooperation in Bildungslandschaften - Ergebnisse aus der ersten Phase einer Längsschnittstudie. Vortrag auf der 3. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) in Bochum, Deutschland.

Huber, S., Tulowitzki, P., Wolfgramm, C., Bender, V., Schwander, M., Kilic, S., Müller, L., Borek, J. (2015): Regional Education Networks and Their Potential For Educating All Children - Findings From The First Phase Of A Longitudinal Study In Switzerland. Paper-Präsentation auf dem 26. International Congress for School Effectiveness and Improvement (ICSEI) in Cincinnati, USA.

Huber, S., Tulowitzki, P., Bender, V., Kilic, S. (2014): Kooperation in Bildungslandschaften - Ergebnisse aus der ersten Phase einer Längsschnittstudie. Paper-Präsentation auf der Tagung «Kooperation im Kontext schulischer Heterogenität» in Thurgau.

Huber, S., Tulowitzki, P., Wolfgramm, C., Bender, V., Schwander, M., Kilic, S. (2014): The Highs And Lows Of Building Education Networks - Findings From The First Research Phase Of A Five-Year Study In Switzerland. Paper-Präsentation auf der European Conference on Educational Research (ECER) in Porto, Portugal.

Wolfgramm, C., Huber, S., Tulowitzki, P (2014): Bildungslandschaften - Chancen und Schwierigkeiten beim Einstieg. Poster presentation at the 24th Congress of the German Educational Research Association (GERA) in Berlin, Germany.

 

Präsentationen zum Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) 2013 in Lugano:

Kooperative Bildungslandschaften - Bisherige Erkenntnisse
Chancen und Schwierigkeiten beim Einstieg in die Kooperation von Akteuren aus dem formalen und non-formalen Bildungsbereich

 

Film zum Internationalen Schulleitungssymposium 2011 in Zug

Schulleitungssymposium (SLS) 2011: Kooperative Bildungslandschaften: Führung im und mit System

http://www.schulleitungssymposium.net/2011/img/title-image-video.jpg

Publikationen

Huber, S.G. (2014). Kooperative Bildungslandschaften. Netzwerke(n) im und mit System. Neuwied/Kronach/München: LinkLuchterhand/WoltersKluwer.

Inhaltsverzeichnis

Bestellmöglichkeit

Huber, S.G. & Wolfgramm, C. (2014). Bildungslandschaften: gemeinsam Bildungsbiografien fördern. SchulVerwaltung spezial, 1, Kronach: Wolters Kluwer Deutschland

Editorial

Bestellmöglichkeit

SVS-KoopBL-Titel-Cover.jpg

Huber, S.G. & Ahlgrimm, F. (2012). Kooperation: Aktuelle Forschung zur Kooperation in und zwischen Schulen
sowie mit anderen Partnern. Münster u.a.: Waxmann.

Inhaltsverzeichnis 

Bestellmöglichkeit 

http://www.bildungsmanagement.net/bilder/publikationen/kooperation2012.jpg

Weitere Literatur zum Thema

Huber, S. G. (2012). Von Kollegen lernen. Pädagogische Führung, 2, 54-57.

Huber, S.G. (2011). System Leadership: Bildungsgerechtigkeit durch Verantwortungsübernahme von Führungskräften im Bildungssystem. In Kramer, I. (Hrsg.). Herausforderung Bildungsgerechtigkeit (S. 43-57). Hamburg: Murmann Verlag GmbH.

Huber, S.G. (2010). System Leadership – systemische Schulentwicklung durch Kooperation. Journal für Schulentwicklung 2, 8-21.

Huber, S.G. & Hader-Popp, S. (2006). Von Kollegen lernen: professionelle Lerngemeinschaften. In A. Bartz, J. Fabian, S.G. Huber, Carmen Kloft, H. Rosenbusch, H. Sassenscheidt (Hrsg.), PraxisWissen Schulleitung (81.15). München: Wolters Kluwer.

Huber, S. G. (2008). Was Lehrkräfte davon abhält zusammenzuarbeiten – Bedingungen für das Gelingen von Kooperation. In A. Bartz, J. Fabian, S.G. Huber, Carmen Kloft, H. Rosenbusch, H. Sassenscheidt (Hrsg.), PraxisWissen Schulleitung (81.10). München: Wolters Kluwer. 

Huber, S. G. & Hader-Popp, S. (2006). Kooperation in der Schule: Schulleitung ist Vorbild, schafft Rahmenbedingungen und unterstützt die Umsetzung. In A. Bartz, J. Fabian, S.G. Huber, Carmen Kloft, H. Rosenbusch, H. Sassenscheidt (Hrsg.), PraxisWissen Schulleitung (81.12). München: Wolters Kluwer. 

Huber, S. G. (2006). Kooperative Führung in der Schule: Entlastung oder Entmachtung von Schulleitung. In A. Bartz, J. Fabian, S.G. Huber, Carmen Kloft, H. Rosenbusch, H. Sassenscheidt (Hrsg.), PraxisWissen Schulleitung (10.42). München: Wolters Kluwer. 

Eine Auswahl von Beiträgen von Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber zum Download finden Sie hier .

  
 
 
  letzte Aktualisierung 13.04.2016 19:03
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