Bildungslandschaften – Situationsanalyse und Machbarkeitsstudie in der Schweiz
Um im beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld bestehen zu können, müssen Kinder und Jugendliche sowohl ein gutes Grundwissen und fachspezifische Qualifikationen als auch intra- und interpersonelle Kompetenzen mitbringen. Als Konzentrationspunkt der formalen Bildung ist die Schule allein nicht in der Lage, die steigenden Erwartungen in die Vermittlung dieser Kompetenzen zu erfüllen. Zur Schaffung von Bildungsgerechtigkeit und zur Sicherstellung der Bildungsqualität bedarf es deshalb einer Ergänzung des schulischen Unterrichts durch non-formale Bildungselemente (z.B. Tagesschulstrukturen), der Schaffung von Gelegenheitsstrukturen zum informellen Lernen im schulischen Kontext sowie der Förderung bildungsrelevanter sozialer Kompetenzen ausserhalb der Schule. Auf der Basis der Ergebnisse einer Sondierungsstudie des IBB hat die Jacobs Foundation (JF) ein Konzept erarbeitet, um die Bildungslandschaften in der Schweiz zu fördern. Das Konzept der JF zielt darauf ab, Schulen und ausserschulische Bildungseinrichtungen zu vernetzen und durch verstärkte Kooperationen den Kindern und Jugendlichen bessere Bildungsbedingungen und vielfältige Bildungsmöglichkeiten zu bieten.
Der Begriff der Kooperativen Bildungslandschaft beschreibt ein Konzept, das darauf abzielt, Bildungseinrichtungen zu vernetzen und durch verstärkte Kooperationen, Kindern und Jugendlichen bessere Bildungsbedingungen und vielfältige Bildungsmöglichkeiten zu bieten. Alternative Begriffe sind Bildungs-Netzwerke, Verbünde, Partnerschaften, Kooperationen.
Die angestrebte Kooperation wird hierbei einerseits durch vertikale Kooperation/Übergangsmanagement im Sinne einer bruchlosen Bildungskette erreicht, wozu eine verstärkte Kooperation der formellen Bildungsträger nötig ist, z.B. von Kindertagesstätte, Kindergarten, Primarschule, Sekundarschule, Berufsbildung. Andererseits ist eine horizontale Kooperation im Sinne der Öffnung der Bildungseinrichtungen in die Gemeinde wichtig, denn die Förderung einer stabilen Persönlichkeitsentwicklung und die Vermittlung sozialer Kompetenzen bedarf der Kooperation mit anderen Akteuren, z.B. offener Jugendarbeit, Jugendverbänden, Sportvereinen etc.
Das Ziel der aktuellen Studie des IBBs ist nun die Überprüfung des von der JF konzipierten Programms „Bildungslandschaften Schweiz – Umfassende Bildungsqualität gemeinsam entwickeln“. Im Anschluss an die Präsentation des Konzepts der JF wird das Thema Bildungslandschaften sowie die Machbarkeitsstudie des IBBs diskutiert.
Posterpräsentation (pdf)